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Essen ist wie Sex
Kann Essen eine Befriedigung sein? Endlich müssen Models nicht mehr hungern, doch wen interessieren schon die Probleme der Models, wenn doch Millionen an übergewicht leiden?
Der Wunsch nach dem ewigen Leben, ist ein Verhalten das man als Angeboren bezeichnen könnte. Tiere, denen man nachsagt nicht über ein solch komplexes Gehirn, wie das Menschliche, zu verfügen kennen diese Begierde nicht. Sie leben für den Augenblick. Wenn ihr Partner stirbt, dann trauern sie über den Verlust, besser gesagt, sie verarbeiten die anhaltende Abwesenheit ihres Gefährten.
Zugegeben dies ist eine recht schroffe Umschreibung von Verhaltensmuster, jedoch befolgt alles Lebende einen recht subtilen Denkschema.
Wünscht man sich im Lotto zu gewinnen, dann denkt man darüber nach mitzuspielen.
Wünscht man sich ewiges Leben, so denkt man zwangsläufig irgendwann über seine Gesundheit nach.
Body-Mass-Index, Krebsstatistiken, Cholesterinwerte, Elektrosmog sind nur einige der beliebten Hiobsbotschaften der modernen Welt. Die Medien und Gesellschaft bilden einen nahezu zum Hypochonder aus. Bedenklich ist nur, dass viele der wirklich alten Menschen (100 Jahre und mehr) aus Ländern stammen in denen sie keine probiotischen Produkte und ähnliches kaufen konnten.
„Ich bin schwul und das ist auch gut so!“, sagte ein deutscher Politiker vor laufenden Kameras.
„Ich bin fett und das ist auch gut so!“, sagte Wer?
Niemand. Obwohl, das ist so nicht ganz richtig, gesagt hat das bestimmt schon mal jemand, nur erinnern wir uns nicht daran. Ist es nicht traurig, dass ein homosexueller Politiker mehr Spuren hinterlässt, als ein übergewichtiger Mensch, der sich in seiner Haut wohl fühlt?
Fakt ist, wer sich ungesund ernährt und dabei ein schlechtes Gewissen hat, lebt schlechter als jemand dem das alles „egal“ ist. Aus einer rezenten Umfrage in Amerika geht hervor, dass 75% der Befragten nicht zögern würden ihr Kind abzutreiben, wenn medizinische Anhaltspunkte vorliegen würden, die eine mögliche Fettleibigkeit ihres Kindes belegen könnten.
Gut, das ist Amerika könnte man entgegnen, doch was schockiert sie am Meisten an diesem Resultat. Das Abtreiben oder der hohe Prozentsatz?
Viel wichtiger als das Resultat ist: Was motiviert einen dazu eine solche Studie durchzuführen?
Steckt die Pharmaindustrie dahinter?

 
Ungeachtet dessen, dass Forscher viel Zeit und Geld in die Ergründung der Fettleibigkeit investieren, ist nur ein sehr geringer Teil der Erdbevölkerung tatsächlich stark übergewichtig (120 Kg und mehr).
Der für den Markt interessante Teil hat nur kleine Speckröllchen und bildet sich sein Übergewicht nur ein. Die körperliche Fettablagerung ist ebenso real wie die Ernährung, die zu dem erwähnten Prozess führt. Der kaum messbare psychische Faktor bleibt allerdings meist unbeachtet.

 
Zurück zur amerikanischen Studie: Was sind das für Individuen die ihr Ungeborenes abtreiben würden?
Sind sie selbst fettleibig oder etwa schlank?
Haben sie bereits Kinder oder wünschen sie sich nur Kinder? Welche Resultate würde dieselbe Befragung innerhalb spezifischer Gruppen (z.B.: Schlanke bzw. dicke Bürokraten; Schlanke bzw. dicke Hausfrauen, usw.) offenbaren? Essen tut gut. Die Nahrung verurteilt einen nicht. Man greift nach der Schokolade und erfreut sich einen kurzen Augenblick am Geschmack. Selbst die Wissenschaft kann dieses Wohlergehen bezeugen.
Man sagt: „Dicke sind so dick, weil sie gerne essen.“ Tun wir das nicht alle, essen? Was ist so verkehrt daran sich was Gutes zu tun?
Die Rede ist von Befriedigung, jawohl Selbstbefriedigung! Wenn sie wissentlich etwas essen das ihnen schmeckt, also wissentlich etwas tun um sich zu befriedigen, dann ist das Selbstbefriedigung. Es ist nicht unmoralisch oder verboten, sie essen ja nur. Millionen verdienen damit ihr Leben.
Beleuchten wir das Ritual Essen mal ganz anders: Um zum Höhepunkt zu gelangen, benötigen beide Geschlechter beim Sex eine wohltuende Vorbereitung. Diese Phase tut zwar gut aber die wahre Befriedigung liegt im Orgasmus.
Wenn also das Essen als solches ein Befriedigungsritual sein könnte, dann erkläre dies auch wieso unser Körper 30 Minuten braucht um uns mitzuteilen, dass wir satt sind. Es geht beim Essen also nicht ums satt werden sondern ums Genießen. Desto besser uns die Mahlzeit schmeckt umso intensiver erleben wir das Vergnügen am Essen. Ergo, um bei wenig schmackhaftem Essen einen Ähnlichen Befriedigungslevel zu erreichen, müssen wir mehr essen.
 
Das Sättigungsgefühl hindert uns lediglich am Platzen. Das Hungergefühl erinnert uns ähnlich dem Kribbeln im Bauch an die Nahrungsaufnahme (bzw. Partnersuche).
Vielleicht sehen sie nun auch die Verbindung zwischen der erwähnten These und Sprüchen wie: „Schmetterlinge im Bauch“ oder „Hab dich zum Fressen gern“. Man sollte also genießen was man isst. Schmeckt es mal nicht dann sollte man nicht noch mehr essen um zu kompensieren. Der eigene Gemütszustand hat auch einen wesentlichen Einfluss auf die Essgewohnheiten. Ebenso wie beim Sex gibt es viele Menschen, die sich damit trösten oder gar keine Lust mehr verspüren. Falsch ist auf jeden Fall ein schlechtes Gewissen beim Essen zu verspüren.